@Caballero,
bin auch in deiner angesprochenen Form versichert und habe also
70 Prozent Beihilfe und 30 Prozent Restkostenzusatzversicherung
bei Privatkasse.
Die Beihilfestelle und auch die Privatkasse akzeptieren mein Leben
hier und die Abwicklung läuft genauso wie seinerzeit in Deutschland.
Ich bezahle die Behandlungen und reiche die Rechnungen nach D. ein
und das klappte bis jetzt genauso wie in D.
Das Centro Salud und auch die Consultorios in den Ortschaften sind für sozialversicherte spanische und deutsche Patienten.
Unsereiner wird da nicht behandelt, es sei denn in Notfällen, eventuell gegen Rechnung. Das weiß ich nicht so genau. Habe es noch nicht ausprobieren müssen.
Wir sind auf die Privatärzte angewiesen, die es in genügender Auswahl gibt, deutsche, sowie spanische.
Die Krankenhausbehandlung steht für jedermann offen.
Es gibt da Negativ-Berichte aber auch gute.
Walburga und ich hatten beide Behandlungen dort, ich auch noch eine Notfallbehandlung (war von der Leiter gefallen) und wir beide waren zufrieden damit. Beide haben wir prophylaktische Darmspiegelung (allerdings ohne Betäubung) machen lassen hier im Krankenhaus und auch die Schilddrüse in diesem Sinne durchchecken lassen (allerdings auf Lanzarote). Lief alles zur Zufriedenheit ab. Meine Herzbeschwerden wurden hier auch eingehend untersucht durch einen Cardiologen, der monatlich von Las Palmas kommt, unterliege Kontrolluntersuchungen und man hat mich "beschwerdefrei" medikamentös eingestellt.
Ein Freund von uns hat einen Hüftwechsel in Las Palmas vornehmen lassen und kam nach drei Tagen wieder aus dem Krankenhaus und läuft "wie ein junger Gott" damit, nahm Reha nicht in Anspruch, ein anderer hat Hüft-OP in D. machen lassen und leidet heute noch wie Hund.
Also, was will ich damit sagen:
Ein dickes Loblied auf die deutsche Behandlung zu singen und hier alles pauschal zu verurteilen ist nach meiner Meinung nicht gerecht.
Wenn Harald von Zweibettzimmer und Chefarzt z.B. berichtet, dann gehört er sicher auch in D. zu den Preveligierten.
Jeder von uns kennt doch genügend Schauerberichte von schlechter Behandlung in deutschen Krankenhäusern. Da leben doch manchmal ganze Fernseh-Serien davon. Und auch hier gibt es mit Sicherheit Fehlverhalten.
Nur so nebenbei gesagt, habe ich meine Frau und mich bei unserer privaten Zusatzkasse auf den möglichen "Standard-Tarif" setzen lassen, wegen des geringeren Monatsbeitrages, erhalte dafür aber auch nur die für Pflicht-oder Ersatzkasse üblichen Leistungen.
Und wir sind zufrieden damit.
Jemanden abzuraten wegen der ärztlichen Versorgung nicht nach hier hin überzuwechseln halte ich für übertrieben ängstlich.
Um es gleich vorweg zu sagen, für ein "Hauen und Stechen" privat- gegen gesetztlich Versicherte hier in diesem Thread stehe ich nicht zur Verfügung.
Diverse Sprüche und Vorurteile in dieser Sache sind mir von meiner deutschen Zeit nur zu gut bekannt. Es hat alles seine Vorteile, aber auch seine Nachteile.
Pantalla